Dachbar & ein Umbau

Die Einweihung der Dachbar im Hotel Bern ist wegen des Coronavirus abgesagt. Ab Freitag startet die Bar mit Blick über Berns Dächer denn Betrieb regulär.

Ganz eilige Touristen könnten hier oben praktisch alle Attraktionen der Stadt Bern auf einmal abhaken: Zur Linken sieht man den Rosengarten, den Zytgloggeturm aus unüblicher Perspektive, und gleich dahinter ragt das Münster in den Himmel. Blickt man geradeaus, sieht man die Bundeshauskuppel, die Sicht ist nur getrübt von einem Baukran bei der Nationalbank. Die Heiliggeistkirche steht rechts im Panorama, und wer sich umdreht, erblickt den Kursaal und den Jura.

So präsentiert sich die Aussicht der neuesten Bar der Stadt: die Attika-Bar des Hotels Bern in der Zeughausgasse. «Ja, es ist wirklich sehr toll geworden», sagt Daniel Siegenthaler, Direktor des um- und ausgebauten Hotels. Er blickt in Richtung Alpen, die derzeit von Wolken verhüllt sind. Und auch nur ein Stückchen vom Gurten ragt aus den weissen Schwaden.

Das Wetter ist aber nicht Siegenthalers Hauptproblem. Wie anderen Hoteliers der Stadt bereitet ihm die Auslastung seines Hotels wegen des Coronavirus Sorgen: Im Normalfall und trotz Umbau liege diese bei 80 Prozent. Derzeit sei sie auf 50 bis 60 Prozent gefallen. Zusammen mit anderen Hoteliers habe er überlegt, die Preise zu senken – aber nur kurz. «Wir haben entschieden, dass es die falsche Strategie wäre. Der Preis ist ja nicht der Grund, warum sie nicht kommen, sondern das Virus», sagt der 51-Jährige.

Ablenken kann er sich mit den letzten Umbauarbeiten. Auch sein Büroalltag gestaltet sich anders, er sitzt in einem Provisorium und bekommt erst im Sommer den neuen Arbeitsplatz. Seit Monaten wird hier gebaut und gehämmert. Nun ist fast alles fertig, die zweite Hälfte der Zimmer, die Dachterrassenbar und der Kongressraum.

Sechs Neuheiten im Hotel Bern:

Lobby

Die Lobby ist barrierefrei und fünf Meter tiefer. Während des Umbaus wurden die Gäste im zweiten Stock empfangen.WEITER NACH DER WERBUNG

Tagungsräume

Im zweiten Stock befinden sich die Kongresszimmer, wo bis 200 Personen Platz finden. Als Erste werden die Fussballveteranen hier tagen. Alles wurde erneuert, und die bekannten Wandteppiche sind restauriert. Der Teppich ist an Schiebeelementen angebracht, die eine Bühne verbergen.

Sitzungszimmer

Der Eichenboden und das Mobiliar erhellen die vormals eher düsteren Räume. Die Liegenschaft ist nun überall klimatisiert.

Standardzimmer

Vor dem Umbau gab es auf drei Stockwerken jeweils 33 Zimmer. Nun sind es deren 108. Am Grundriss hat sich nicht viel geändert. Ausser, dass der achteckige Innenhof verkleinert wurde und damit die Hotelzimmer bis zu fünf Quadratmeter grösser sind.

Deluxezimmer

Nebst den 12 Deluxezimmern gibt es auch Suiten und eine Long-Stay-Wohnung. Laut Daniel Siegenthaler existiert ein Markt für Gäste, die wochenweise ein Zimmer belegen. Hier im 6. Stock war früher die Wäscherei. Diese ist ins Untergeschoss umgezogen und deutlich verkleinert worden.

Attika-Bar

Montag bis Samstag ist die Attika-Bar offen. Sobald sich die Wolken verzogen haben, finden auch 50 Personen auf der Aussenterrasse Platz. Für Privatanlässe kann man die Bar bis 16 Uhr mieten, danach ist sie öffentlich zugänglich. Im Sommer soll sie um 14 Uhr öffnen.

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