Ab nächster Woche ziehen erste Studierende in den Neubau der Student Lodge im Wankdorf City in Bern. Zwei Drittel der Zimmer sind belegt.
Bodenheizung. Minergie. Erstbezug. Wohnküche. Sichtbeton. Dachterrasse. So logieren Studierende im Neubau im Wankdorf City. Vor Semesterbeginn Mitte Februar ist der Bau der Non-Profit-Organisation Student Lodge (SL) nach zwei Jahren Bauzeit fertig worden. Zwei Drittel der 78 Einzelzimmer und 53 Studios sind vermietet, die ersten Bewohner werden nächste Woche einziehen.WEITER NACH DER WERBUNGhttps://tpc.googlesyndication.com/safeframe/1-0-37/html/container.html
Und sie ziehen hier nur mit Koffer ein, denn Mobiliar und Küchenutensilien werden ihnen ebenfalls vermietet. «Ich bin überzeugt, dass wir bis zum Semesterstart nur noch wenige freie Betten haben werden», sagt Renate Ledermann, Geschäftsführerin bei SL. Gebaut wurde das Haus von Losinger Marazzi, finanziert von der Mobiliar, und betrieben wird das dreistöckige Haus von SL.
WGs sind noch leer
Seit drei Jahren führt Ledermann die SL, die es seit 60 Jahren gibt. Sie kommt aus der Immobilienbranche und hat klare Ziele: «Die grossen Player der Wirtschaft sollen bei uns ihre temporären Projektmitarbeiter einmieten.» Nicht zwingend im Studierendenwohnhaus, sondern im nebenan liegenden Hochhaus, in dem SL ab Sommer 20 Apartments vermieten wird.
Sind alle Betten voll, so wohnen bei SL 154 Personen. Damit kehrt auch abends Leben ins Wankdorf City, das bisher von den Bürolisten der SBB- und Post-Hauptsitze primär tagsüber frequentiert wird. Im Hochhaus vorne in der Nähe der Gleise werden ab Juli weitere Wohnungen bezugsbereit sein. Ein Hotel, Restaurants und Läden folgen.
Noch während der Bauzeit wurde das Projekt angepasst. Eine Umfrage der Vertretung der Studierenden SUB zeigte, dass nicht nur Studios und Einzelzimmer gefragt sind, sondern auch Wohngemeinschaften. Dort hat sich bisher noch niemand eingemietet. Dabei sind die Wohnungen mit neuem Ausbaustandard und teilweise weiter Sicht attraktiv. So auch der Preis von 600 Franken pro Zimmer. Gebucht wird online, was vor allem für Studierende aus dem Ausland praktisch ist, die die Wohnungen nicht besichtigen können.
Für pauschale 750 Franken bekommen Studierende, Praktikanten oder Lehrlinge ein Einzelzimmer, Internet, Bettwäscheservice, Putzservice der Wohnküche, Postservice, Wärme und Strom. Für 990 Franken wohnt man im Studio mit integrierter Kitchenette. Insgesamt hat SL über 1000 Mieter. Beispielsweise im Fellergut in Bümpliz oder im Tscharnergut in Bethehem befinden sich ihre Wohnungen. Das Fellergut wird Ende Januar geschlossen und saniert. Von den 203 Bewohnern haben sich 22 zum Umzug ins Wankdorf City entschlossen.
Von der Konkurrenz hebt SL sich mit kürzerer Mietdauer und dem Servicepaket ab, so Ledermann. Seit rund drei Jahren sei auch der herkömmliche Mietmarkt wegen Leerständen ein grösserer Konkurrent geworden. «Die Studis nehmen auch in Kauf, in der Agglomeration zu wohnen», sagt Ledermann. Von Agglo ist im Wankdorf keine Rede, mit dem Zug sind die Studierenden der Uni Bern innert drei Minuten am