Der Umbau des Restaurants Zum Äusseren Stand in der Zeughausgasse hat sich bereits um fast ein halbes Jahr verzögert. Jetzt ist ein Ende in Sicht, respektive ein Anfang.
Langweilig ist es Werner Rothen, der im «Zum Äusseren Stand» kochen wird, nicht. Sein Gourmetrestaurant ist noch nicht in Betrieb, aber der Empire-Saal im Obergeschoss wird seit Mai für Bankette und geschlossene Gesellschaften genutzt. Noch mit Baugerüsten voll ist das Hof-Café, und die Hauptküche ist gar im Rohbau. «Wir dachten, dass wir nach einem Monat Umbau starten können», sagte Rothen bei der Baustellenführung am Donnerstag.
Falsch gedacht: Die Leitungen für Wasser und Strom waren marode, und vieles war kaputt, weshalb die Architekten rieten, dass man alles ersetze. Auch das Hof-Café-Glasdach sorgte für Verzögerungen, weil niemand in der Schweiz die Glaselemente produzieren konnte. Erst in Amerika sei man fündig geworden.
Hörnli und Ghackets
Im Dezember nun soll der Betrieb losgehen. Dies obwohl in der Küche, wo dereinst ein 7-köpfiges Team kochen wird, Leitungen aus dem Boden lugen, es beim Eintreten unter den Schuhen knirscht, und Industrieleuchten den Besucher blenden. Rothen freut sich auf eine moderne Ausstattung. «Ich durfte die Küche selber designen», sagt der 57-Jährige. Eine Bewilligung für die 30-plätzige Terrasse in der Zeughausgasse hat er gerade erhalten, und auch dem Wintergarten steht nichts mehr im Wege.
Bis hier die ersten Feinschmecker essen werden, vertreibt sich Rothen die Zeit auf der Grossen Schanze und wird gemeinsam mit seiner Frau Mariana ab Anfang November dort mit einem Fondue-Chalet präsent sein. Für einmal bereitet der Starkoch auch mal einfacheres Essen wie Hörnli und Ghackets zu.