Derzeit rennen ja die guten Vorsätze durchs Quartier, und alle haben das gleiche Ziel: abnehmen. Wir vom Foodblog helfen euch nicht dabei, sondern eher das Gegenteil: Wir waren im Kapitel essen und machen euch glustig. Dort kocht Roman Pappa seit Anfang November. Nicht nur das, er ist auch Barchef des Ausgehlokals. Ab Apérostunde bis kurz vor Mitternacht fungiert das Lokal als stilvoll eingerichtete Bar, die ich mit einer Freundin besucht habe.

Auf der kurz gehaltenen Karte stehen sechs Gerichte, aus denen wir die Süsskartoffelfries (8 Fr., mit hausgemachten Saucen), die Zwiebelringe (7 Franken) und das Auberginen Hummus (8 Fr.) bestellen. Danach müssen wir schon fast aufgeben, denn die Portionen sind gross und zwei davon frittiert, was total sättigend ist. Die Fritten sind bombastisch, jedes Gramm Hüftgold wert und erinnern mich an einen Abend meiner Thailand-Ferien. Grandios!

Als Hauptgang bestellen wir die Vorspeisenvariation «Viererlei» (16 Fr.), das uns der Koch empfiehlt. Vor dem Arbeitsantritt im Kapitel kochte Roman Pappa im Tredicipercento in der Rathausgasse. Während die anderen Gerichte von vielen Köchen zubereitet werden könnten, ist dieses Viererlei seine Visitenkarte. Als Erstes gibt es Haselnuss mit Erbsenpürée im Filoteig auf einem Kressesalätchen. Zweitens Buchweizensalat mit Randen, Orangen und Granatapfel, alles ausser die Orangen kommt aus der Region. Als Drittes kosten wir ein pikantes Tatar, und der vierte Happen ist ein Empanada mit Lauch und Petersilien-Joghurt-Sauce. Wir sind hell begeistert und für den Moment satt.

Zu einem flüssigen Dessert allerdings können wir auch nicht Nein sagen. Einen Mandarin Sour, den man auch als Viererlei der Mandarine verkaufen könnte: Mit Mandarinengin, -sirup und -saft, dazu Mandarinenschnitze. Und die Säure hilft uns zu verdauen, damit wir die Nacht durchtanzen können und nicht wegen vollen Magens nach Hause müssen. Schliesslich kommt man ja auch deswegen ins Kapitel.
*Der Post erschien zuerst im BZ-Foodblog.