Manolo & das Ende

Per Ende Monat schliesst das Restaurant La Cavaña in der Berner Aarbergergasse. Die Nachfolger sind bereits bekannt.

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Seit 15 Jahren ist das spanische Restaurant La Cavaña an der Aarbergergasse 55 für seine Tapas und die spanische Küche bekannt. Nun schliesst es Ende Juni. «Wir wollten umbauen, doch konnten uns mit den Vermietern nicht einigen», erklärt der Wirt Manuel Crespo, der bei vielen als Manolo bekannt ist. Bereits seit vergangenem Oktober weiss er, dass sein 100-plätziges Lokal nicht mehr weiterbestehen wird. Damals habe er dies auch schon seiner vierköpfigen Crew bekannt gegeben, die laut Crespos Angaben aber alle bis am Schluss bei ihm arbeiten wollen.

Nun sucht er nach neuen Räumen. «Dabei helfen mir auch die Stammgäste, die teilweise enttäuscht reagiert haben», erklärt der 53-jährige Crespo. In Frage komme für ihn nur die Innenstadt, da er nicht damit rechnet, dass sein Konzept in einem Quartier funktionieren würde.

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Crespo kommt ursprünglich aus Galizien im Norden von Spanien. 26 Jahre lebt er bereits in der Schweiz, zehn Jahre davon war er als Saisonnier tätig, zuerst als Tellerwäscher und nun seit langem in der Aarbergergasse. «Ich habe drei bis vier Wechsel in den Geschäften in dieser Gasse mitbekommen, einzig das Moléson und den Aarbergerhof gibt es noch länger als uns», sagt Crespo. Ressentiments gegenüber den Vermietern spürt man bei ihm keine, im Gegenteil: «Das Leben geht weiter. Ich suche mir jetzt eine Stelle und hoffe auf mein Glück, schnell wieder ein Lokal zu finden.»

Anstatt Tapas gibt es Pizza

Der Nachfolger für die Räume an der Aarbergergasse 55 ist schon bekannt: das Restaurant Rialto, das in der gleichen Gasse ein 206-plätziges Lokal betreibt. Der stellvertretende Geschäftsführer Lirim Elmazi bestätigt dies: «Hier in der Küche hätten wir ebenfalls Renovationen machen müssen, haben aber uns entschieden, das Lokal zu wechseln.»

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Die Übernahme findet bereits Mitte Juli statt, doch bis zur Neueröffnung wird es dauern: Frühestens im Februar 2018 plant die Familie Elmazi die Eröffnung, da alles komplett renoviert werden soll. Dass das Rialto umbauen darf und das La Cavaña nicht, erklärt sich der 27-jährige Elmazi wie folgt: «Die Vermieter sind seit 10 Jahren bei uns im Rialto Stammgäste und so kennen wir uns relativ gut», erklärt der gebürtige Mazedonier.

Seit Mai betreibt die Familie Elmazi auch das Bellevue in Ittigen. Das neue Lokal in der Innenstadt soll einen neuen Namen bekommen. Das Rialto wird seit 2008 von ihnen geführt, eröffnet wurde es 2006 von Dzeladin Demiri. Er hat auch in Thun ein gleichnamiges Restaurant und wird das Berner Rialto per 1. Januar 2018 wieder übernehmen, wie er telefonisch bestätigt.

*Der Artikel erschien zuerst auf bernerzeitung.ch

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