Manchmal verstecken sich die Gassen, wo sich die ganze Stadt zum Essen trifft. Nur durch unsere Reservation im Lume (bei der es am Telefon hiess, wir hätten den letzten Tisch ergattert) haben wir die eben beschriebene Strasse doch noch entdeckt.
Eigentlich wollten wir französisch essen, aber das einzige Französische auf der Karte war ein Wein (Chateau de Retout, Haut-Medoc, 2012, 27 Euro), den wir natürlich bestellten. Das Menü war klein, da alles hausgemacht sei, erklärte uns die sympathische Kellnerin. So bestellten wir alle drei das Gleiche (33 Euro für zwei Gänge).
Die Vorspeise war ein fruchtig interpretierter Caprese-Salat: Nebst Cherrytomaten und Büffelmozzarella peppten Blaubeeren und Honigmelonen auf. Ich war so begeistert, dass ich die Kellnerin fragte: „Ist der Koch schon verheiratet?“ Sie schaute mich entgeistert an und bestätigte es, genau wegen dem sei er verheiratet. „Mit dir?“ Sie lachte und sagte ja.
Beim Hauptgang ging es weiter mit Pasta mit Tintenfisch und – farbe plus Muscheln. Weil es so lecker war – nicht, dass wir noch Hunger gehabt hätten – bestellten wir den süssen Gang auch noch (4 Euro). Meine zwei Begleitungen assen ein Panna Cotta, mit Sauternes- und Traubencoulis. Ich entschied mich für das dekonstruierte Tiramisu, mit Amaretti verziert und frischem Espresso aufgegossen.
Am Schluss spazierten wir vollgegessen und happy durch die immer noch voll besetzte Strasse Richtung Hotel.
