
Elf Erwachsene und sieben Kinder zu verköstigen, gibt zu tun. Das merkten wir, als wir die Villa Podere Sequerciani in Tatti mieteten. Wir fragten den Vermieter, ob wir eine Köchin engagieren können und nach dem ersten Essen (Primi: Lasagne, Secondi: Kalbsplätzli mit Spinat, Dolci: Feigentarte, 90 Euro inklusive Material) kamen wir natürlich auf den Geschmack.
Während wir die Abendstimmung und die Aussicht genossen, füllte sich das Haus mit leckeren Düften, wie es wohl bei keiner unserer Mütter in der Küche jemals gerochen hat.
Enna hiess die Köchin, eine richtige Nonna, die am zweiten Abend selbstgemachten Brei für unsere Bambini mitbrachte. Und die Erwachsenen verwöhnte sie mit selbstgemachten Teigwaren, Poulet im Ofen und einem Traubenkuchen. Die Früchte für letzteres pflückte sie im hauseigenen Weinberg.
Am letzten Abend war nebst Enna eine zweite Köchin am Werk, um die Ravioli zu befüllen. Das Spektakel wurde von allen beobachtet, was beiden ein bisschen peinlich war. Während Enna den Teig durch die Maschine drehte und Chiara Ricotta-Häufen auf ausgewallte Teige setzte, brutzelten Scallopine al Limone im Ofen und ein Tiramisu wartete im Kühlschrank.
Ganz so dekadent war es nicht die ganze Woche: Am Tag davor feuerte unser Pyromane den Pizzaofen ein, und nach zwei angesengten Stirnfransen und einer verkohlten Pizza schlangen wir uns den Bauch voll. Und waren schon etwas stolz, wie authentisch die Pizzen waren.

Nicht nur das Essen war toll, auch die Villa mit dem grandiosen Garten, drei Pools, Olivenbäume, Hängematten, gelegen auf einem Rebberg, einfach ein Traumhaus!
PS: Natürlich versuchten wir auch den Wein: Der ungefilterte Vermentino war ganz okay, aber mit den beiden Rotweinen konnte ich nichts anfangen.
