
«Natürlich haben wir noch einen Tisch für Sie», hiess es am Telefon, doch als wir im Nagaya an der Klosterstrasse (Düsseldorf) ankommen, werden wir an die Bar verwiesen. Grundsätzlich liebe ich es, den Köchen beim Arbeiten zuzuschauen, doch bei einem Mehrgangmenü, das nicht gerade 5 Euro kostet, geht das nicht. So machen wir auf dem Absatz kehrt und gehen in die Immermannstrasse und landen im Okinii, einer Kette, die es sechs Mal in Deutschland gibt.

Für 26.90 Euro kann man sich hier den Bauch vollschlagen, bis man platzt. Eigentlich nicht unser Ding, aber um die ganze Palette der japanischen Küche kennenzulernen, sehr geeignet. Die Karte besteht aus 80 verschiedenen Kreationen. Man hat zweieinhalb Stunden Zeit und darf alle 15 Minuten nachbestellen. Ich unterlasse es, hier alles aufzuzählen, was wir gegessen haben, denn es waren 45 Sachen. Oft wird ja diese Küche mit Sushi gleichgesetzt, doch besteht aus noch ganz viel mehr: Takoyaki (Klösschen mit Oktopus), Asuparabeekon (Spargeln mit Speck), Korokke (Gemüsekrokette), Kyuri tsukemono (eingelegter Gurkensalat), um nur vier zu nennen. Die Jakobsmuscheln, aufgespiesst an Zitronengrasstengeln, sind so lecker, dass wir die zweimal bestellen (Aufpreis von 1 Euro).

Zu Sushi passt irgendwie kein Wein, haben wir das Gefühl, obwohl man im Nagaya sicherlich einen tollen Tipp gehabt hätte. Ich trinke Umeshu (Pflaumenwein) mit Soda und meine Begleitung Tee. Bier hätte sicherlich auch gepasst, aber dann hätten wir schnell einen vollen Magen gehabt. Obwohl wir schon lange genug haben, bestellen wir doch noch Desserts: Mochi natürlich, fritierte Raffaello und Bananen-Sushi mit Kokosstreusel (ganz oben im Bild). Oishiikata desu, das war lecker!