Porrue & die Zeit

 
Wir waren im Porrue essen, gleich beim Guggenheim um die Ecke. Leider hatte es ganz schreckliche Gäste, die sich einen Deut um ihre Mitmenschen kümmerten. Als wären wir in einer Speluke, liessen sie ihr Handy klingeln, jeder der eintreffenden SMS bekamen wir mit und sie telefonierten lauthals mit Kollegen. Auch die Asiaten am Nachbarstisch waren peinlich berührt waren.

Das Essen hatte wegen denen einen Beigeschmack, aber hier mal das Menü für 56 Euro: Hommage an die Zwiebel (Wein: Senorio otxaran), ein Tartar mit Orangennebel (Aguirre be Ko), Ei mit Trüffel (No.7). Bis hierhin war alles solid. Der vierte Gang (begleitet von Donienne) erinnerte uns an ein knochiges Essen vor einigen Wochen. Wir mussten das restliche Fleisch vom Knochen kratzen. Nicht so das prickelnde Erlebis.

  
Der Hauptgang war ein Schmorgericht, bei dem nun wirklich niemand was falsch machen kann. Dazu gab es Eklipse aus dem Baskenland, der einzige Rotwein, der aus Hondarrabi gemacht wird. Als süsser Anschluss gab es Urezti (Süsswein) und Limettensorbet, wieder molekularisch aufgemotzt (Video folgt). Ebenfalls aus der Region und sehr trinkbar war der Donienne Espumaso, der zum Molekular-Vanilleeis gereicht wurde. 

  
Acht Gänge in zweieinhalb Stunden? Was für ein Stress. Das Essen wie auch die Einrichtung (aber freche Tischdeko aus einem kleinen Kopfsalat) waren ein Kompromiss, damit alle zufrieden sind. Und unter dem Strich waren wir es auch. 

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