Ich besuchte das Katzenkafe «Hapineko» in Shibuya und bin etwas verstört. Wenn man reingeht, muss man zuerst Instruktionen lesen. Ich dachte nur, jeder der hier reinkommt, weiss wie man mit Katzen umgeht. Aber da gibt es absurde Regeln wie nicht zu lange streicheln, nicht hochheben, nicht mit ihnen umhergehen, nicht von Gestellen runternehmen, nicht mit fremden Sachen spielen lassen. Gut, ja, ich versprech’s, ich halte mich daran. Dann Schuhe aus, Hände waschen, desinfizieren und rein ins Wohnzimmer.
Das Hapineko gibt es seit 7 Jahren und sie haben 15 Katzen. Damit die auch mal ein bisschen Ruhe haben, gibt es Halsbänder, was heisst, dass man sie nicht streicheln darf. Jede zweite Katze hat eines an. Drinnen waren drei Freundinnen und ein junges Paar. Wenn immer eine Katze etwas machte, flüsterten sie «kirei», süss. Und fotografierten jeden Katzenschritt.
Die Regeln sind ja in Ordnung, aber man müsste eigentlich einführen, dass man keine Bilder machen darf. Und dann noch mit diesem Knips-Ton. Davon würde ich – wäre ich eine Katze – genervt. Aber die Büsis dort liessen sich nichts anmerken.
