Drinnen und draussen sitzen Gäste, als hätte es das Karl&Co schon immer gegeben, dabei wurde das 5. Lokal des Gastrounternehmens Ossobukko erst letzten Samstag eröffnet. Wie bereits im Sassafraz, Fugu, Diagonal und in der Steinhalle beweisen die Besitzer Geschmack für die Inneneinrichtung. Das Lokal hätte ja eigentlich schon im Frühjahr aufmachen sollen, blieb aber wegen Bewilligungen stecken.
Gespannt bestellen wir das Märzen, welches nach Rezept von Karl bei Ruggenbräu gebraut wird. Wer die Brauerei und vor allem das Bier kennt, denkt, das kann ja nur schief gehen. Falsch gedacht, das Bier ist leicht, süffig und rund. Auch meine Begleitung, die nur ganz leichte Biere mag, war zufrieden. Das Bier (Fr. 4.50) könne man auch bald nach Hause bestellen, erklärt uns die Bedienung. Dazu wird gerösteter und gewürzter Hopfen gereicht, der besser aussah als er zum knabbern war.
Vorher war hier ein Comestibles, der als Einziger in der unteren Altstadt Lebensmittel verkaufte. Diese Marktlücke füllt Ossobukko nun wieder: Auch bei Karl gibt es Käse, Fleisch, Gemüse und Kartoffeln, lichttechnisch wunderbar inszeniert. Allerdings meint ein Gast: «Das nächste Mal muss ich meine Brille mitbringen, ich sehe nichts.»